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Schamanische Heiler-Ausbildung

Schamanismus ist eine uralte und dennoch zu jeder Zeit imponierende Weltsicht. Der/die darin Ausgebildete findet immer zeitgemäße Aufgabenstellungen vor. Schamanismus ist eine Wissenschaft, die noch beide Bereiche – die Naturwissenschaft und die Geisteswissenschaft – in sich vereint.

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Magische Objekte 5. - 8. Dez. 2008
Heilen im Medizinkreis 2. - 6. Jan. 2009
Grundlagen des Feinstofflichen 18. - 22. März 2009
Seele und Vitalität 4. - 12. April 2009
Magische Medizin 30. April - 3. Mai 2009
Das Feld des Euro-Schamanen 18. - 25. Juli 2009

Daher steht Schamanismus auch nicht in einem Widerspruch zu einer Religion. Schamaninnen und Schamanen sind oft aber in jener Religion integriert, die in dem Land tradiert ist, in welchem sie leben. Ich habe dies in vielen Gebieten beobachten können, in denen wir von unserem Institut aus Feldstudien betrieben haben.

Eines der Grundprinzipien des schamanischen Weltbildes ist die Überzeugung, daß alles in der Schöpfung belebt ist. Wie dieses Belebende benannt wird, ist vom religiösen Hintergrund abhängig: in unserem Institut nennen wir es Bewußtsein, und zwar jenes Bewußtsein, außer dem es keines gibt. Und alles Geschöpf ist ein Aspekt, ein „Gesicht“ von diesem Einen.
Ein weiteres Grundprinzip ist die Überzeugung, daß es neben der alltäglichen Welt noch unzählige nichtalltägliche Wirklichkeiten gibt. Aus dem alltäglichen Raum-Zeit-Erleben heraus werden diese Welten räumlich aufgefasst, und es wird vom Reich der Lebenden und dem Reich der Toten, vom Mineral-Reich, dem Reich der Pflanzen, dem der Tiere, des Menschen und dem Reich der Geistwesen gesprochen. Das kommt zum Tragen, wenn der Schamane/die Schamanin in die andere Wirklichkeit reist. Die unterschiedlichen Wirklichkeiten sind auf einer sehr subtilen Ebene miteinander vernetzt und die herrschenden Prinzipien haben die Macht, in andere Welten im Maß ihrer Möglichkeiten einzuwirken.

Eiritual_altmann_50.jpgn Schamane ist jemand erst wirklich, wenn das Leben nach der Erkenntnis der Multidimensionalität der Schöpfung gestaltet wird. Es ist zu diesem Zweck kein Wechsel zu einer Religion erforderlich. Wesentlich an unserer Art, schamanisches Wissen zu integrieren, ist mehr Bewusstheit zu entwickeln. Dies kann in jeder Religion nur förderlich sein. Die Devise unserer Ausbildung ist somit nicht, die eigene Religionszugehörigkeit zu verändern, sondern ein bewussterer Mensch zu werden: dies kann als bewussterer Christ, als bewussterer Moslem, als bewussterer Buddhist, usw. der Fall sein. Hier zeigt sich sehr klar, dass Schamanismus nichts mit einer Konfession zu tun hat; wohl aber mit einer stärkeren Bewusstwerdung der eigenen Wurzeln, der Rückerinnerung an den eigenen Ursprung. Schamanisieren bedeutet daher auch, mehr Verantwortung für sich übernehmen zu lernen.

Die meisten Traditionen kennen eine Gliederung

  • in eine Oberwelt, in der die Gottheiten oder Devas leben, aber auch das Dorf der Ahnen besteht. Dieses Gebiet sollte nicht verwechselt werden mit dem einen Gott im Himmel, der ebenfalls in der schamanischen Tradition seine Wertigkeit hat. Die Oberwelt ist in Ebenen gegliedert, und meist sind es deren sieben.
  • n eine Unterwelt, die meist der Bereich unter der Erde bzw. unter dem Wasser ist und nicht in erster Linie mit der Hölle und einer Verdammnis verwechselt werden sollte, sondern in dem die Vitalkräfte, die Nagas, leben.
  • in eine Mittelwelt. Auch hier haben wir eine Unterscheidung zwischen der alltäglichen und der nichtalltäglichen Wirklichkeit. An die alltägliche Welt werden wir über den ersten Ring der Kraft und an die nichtalltäglichen Wirklichkeiten über den zweiten Ring der Kraft angeschlossen. Hier befinden sich das Reich des Menschen, jenes der Tiere, der Pflanzen, der Mineralien und das Reich der Geistwesen.

Innerhalb der menschlichen Gemeinschaften übernahm diese wichtige Aufgabe der Schamane. Ein Schamane ist ein Magier oder auch Priester, der mittels seiner Energien imstande ist, die von Geistern bewohnte Umwelt zu beeinflussen und seine Kräfte zum Wohle seiner Mitmenschen einzusetzen. Er kann auf diese Weise Krankheiten heilen, die Elemente beeinflussen, die Zukunft vorhersagen, eine Seelenbegleitung durchführen, ist Mittler zwischen den Sphären der Götter und Menschen. In seinen Visionen überschreitet der Schamane die Grenzen zwischen seinem inneren Wesen und der äußeren Umwelt - er ist ganzheitlich und vorrational. Schamanen können auf der Weltenachse (Lebensbaum, Geisterseil etc.) durch die drei Sphären reisen.
Schamanen und Schamaninnen sehen Lebewesen und ihre Umwelt als fühlend, wesenhaft und von Geist durchdrungen an. Auf dieser Grundlage setzen sie ihre Methoden – Gebete, Rituale, Darbringung von Gaben an Wesen der geistig-energetischen Welten, Reinigungshandlungen und verschiedene Arten der Seelenrückholung – ein. Ziel von schamanischer Beratung, Heilung & Ritualen ist die Bewusstseinsförderung der Klienten und Balancierung von etwaigen Disharmonien in bzw. mit der Umwelt. Im Einklang mit der Schöpfung unterstützen Schamanen und Schamaninnen Menschen bei Lebensübergängen und Entwicklungsschritten.